Das "Da Capo" im Venezianischen Saal
Kunst und Kultur bringen Leben in die schmucken, aber noch leer stehenden Säle des Gerling-Quartiers. Zuletzt bot der Venezianische Saal festliches Ambiente für das Weihnachtskonzert mit der Kölner Musikhochschule. Events wie diese machen das Quartier schon während der Umgestaltung zu einem Ort, an dem sich Gäste willkommen fühlen.
Nicht nur die Filmbranche hat das Gerling-Quartier als Kulisse entdeckt. Diewundervollen Säle der ehemaligen Firmenzentrale verleihen auch zahlreichenKunst- und Kulturveranstaltungen ein außergewöhnliches Ambiente.Insbesondere der Jahrhundertsaal machte im vergangenen Jahr mit derInszenierung von Monteverdis Barock-Oper „Die Krönung der Poppea" vonsich reden. Mit seiner raumschiffartig wirkenden Lichtkuppel ist er einewahrhaft eindrucksvolle Spielstätte. In Sachen Ambiente kann derVenezianische Saal jedoch allemal mithalten. Hierhin luden die FRANKONIAund ihr Projektpartner Immofinanz Group vor ein paar Tagen zum festlichenWeihnachtskonzert ein.
Künstler von morgen beschnuppern
Zwischen kostbaren Muranoglasleuchtern und historischer Holzvertäfelunggenossen rund 200 geladene Gäste Werke des Barock und der Romantik. Diemusikalische Darbietung wurde von Studierenden der Hochschule für Musik und Tanz Köln unter der Leitung von Professor Henner Leyhe gestaltet. Neben Bachs „Weihnachtsoratorium", Händels „Messias" und Humperdincks„Hänsel und Gretel" umfasste das Programm auch Lieder zur Weihnacht mitunterhaltsamen Lesungen und Texten.
Die Idee zu diesem Adventskonzert wurde nach einem gelungenen Opern-Abend im Frühsommer geboren. Michael Hampe, 20 Jahre lang Opernintendant von Köln, hatte auf Initiative des Vereins der Freunde undFörderer der Hochschule einen Benefiz-Abend für „Opernliebhaber und Opernverächter" im Quartier gestaltet. „Mir ist aufgefallen, welch wunderbartragfähige Akustik der Saal hat und ich sagte: Das klingt nach einem Da Capo", berichtet Professor Reiner Schuhenn, Rektor der Hochschule fürMusik und Tanz Köln.
Kunst an ungewöhnlichen Orten
Veranstaltungen wie diese hauchen den noch leer stehenden Gebäuden jedeMenge Leben ein und machen das Gerling-Quartier schon währendseinerUmgestaltung zu dem, was es einmal sein möchte: Ein offener, schönerOrt, an dem Gäste willkommen sind. Schuhenn: „Wir freuen uns, dass Kunstauch inanderer Umgebung möglich ist als sonst üblich." Das könnte in nächsterZeithäufiger der Fall sein: „2012 muss unser Konzertsaal aus statischenGründengeschlossen werden." Gern werde man wiederkommen - mit denKünstlern von morgen und einem exklusiven Konzertprogramm, das dembesonderen Ort angemessen ist.





