Gutachterverfahren zur Entwicklung des Andreasquartiers
Gutachterverfahren zur Entwicklung des Andreasquartiers
Ein neuer Baustein für die Düsseldorfer Altstadt.
Über ein mehrstufiges Qualifizierungsverfahren wurden Ideen und Konzepte zur Entwicklung der Fläche mit den denkmalgeschützten Bestandsbauten des Amtsgerichtes in der Düsseldorfer Altstadt gesucht. Aus einem Teilnehmerfeld von 33 angefragten und hoch qualifizierten internationalen Architekturbüros setzte sich das Büro J•S•K Dipl.-Ing. Architekten aus Düsseldorf gegenüber seiner Konkurrenz durch.
In einer der reizvollsten innerstädtischen Lagen Düsseldorfs soll ein attraktives, innerstädtisches Wohnquartier mit einer besonderen städtebaulichen Note entstehen. In der nördlichen Altstadt, in direkter Nachbarschaft zu einer Vielzahl an kulturellen Orten und historisch geprägten Plätzen, liegt das knapp 18.000 qm große Grundstück des Land- und Amtsgerichtes, das nach seinem Freiwerden Ende 2009 einen hervorragenden Standort für ein hochwertiges innerstädtisches Quartier bietet.
Die Attraktivität Düsseldorfs und die hervorragende Lagegunst des Quartiers verlangen eine Standortentwicklung auf höchstem Niveau. Die FRANKONIA Eurobau AG, die dieses Grundstück erworben hat, hat in Abstimmung mit der Stadt Düsseldorf den Anspruch an eine qualitätsvolle Standortentwicklung durch ein besonderes Verfahren eingelöst. In einem vorgeschalteten qualifizierten Bewerbungsverfahren wurden aus 33 Büros 12 ausgewählt, die an der ersten Phase dieses Gutachterverfahrens teilnahmen. Aus den Beiträgen der ersten Phase wählte dann ein qualifiziertes Beurteilungsgremium vier Büros aus, die in der zweiten Phase Ihre Konzepte weiter schärften und erneut dem Gremium präsentierten.
Am 20. Juni 2008 hat nun das Gremium, unter dem Vorsitz von Herrn Prof. Wolfgang Döring, eine einstimmige Entscheidung für das Konzept des Büros J•S•K Dipl.-Ing. Architekten aus Düsseldorf getroffen. Dieses Konzept bildet nun die Grundlage, an Hand dessen in den nächsten Monaten konzeptionelle Verfeinerungen und Vertiefungen stattfinden und in ein anschließendes Bebauungsplanverfahren münden. Die drei weiteren Büros der zweiten Bearbeitungsphase, Van den Valentyn Architektur aus Köln, HÖHNE Architekten BDA und Kahlfeldt Architekten GmbH gemeinsam mit Phillip Rentschler und Frank Strobel, beide aus Berlin, werden im weiteren Verlauf mit der Realisierung einzelner Projektbausteine auf der städtebaulichen Grundlage des Siegerentwurfes betraut.
Der Entwurf des Büros J•S•K Dipl.-Ing. Architekten zeichnet sich durch eine sensible Einfügung in die Düsseldorfer Altstadt wie auch durch die gelungene Einbindung des denkmalgeschützten Gerichtsgebäudes an der Mühlenstraße aus. Eine kleinmaßstäbliche und altstadttypische Bebauung kennzeichnen die Ränder zum nördlichen Umfeld. Nach Innen wandelt sich das Quartier, vier Punkthäuser an einem innenliegenden weitläufigen Hof prägen die Mitte des neuen Stadtquartiers und nehmen hochwertige Wohnnutzungen auf. Mit dem Umbau des denkmalgeschützten alten Justizgebäudes an der Mühlenstraße soll - der repräsentativen Ausstrahlung des Gebäudes und der Adresse wegen - ein Fünf-Sterne-Hotel in Verbindung mit serviced appartments etabliert werden.
Mit Aufgabe des Gerichtsstandortes Ende 2009 wird der Beginn der baulichen Entwicklung angestrebt. Bis dahin wird ein Bebauungsplanverfahren für das notwendige Planungsrecht sorgen.




